Zu nah am Feuer

    Ab heute werden Silvesterraketen verkauft. Es ist wieder soweit: Der Jahreswechsel steht vor der Tür und will gefeiert werden. Angebote gibt es genug – Partys ohne Ende. Doch diesen Trubel mögen wir nicht. Auch zieht es uns weder ins Kino, ins Theater noch zu einem großen Event. Wir lieben es ruhig.

    Seit wir in unserem Garten eine solide Feuerstelle aus großen Feldsteinen gebaut haben, treffen wir uns immer in den letzten Stunden des Jahres mit Bekannten am Feuer, wärmen uns mit Glühwein auf, reden und lachen miteinander.

    So hoch der Schnee lag, so niedrig waren die Temperaturen. Es war richtig kalt. Also rückten alle noch ein wenig näher an das Feuer, dessen Flammen in den Himmel schlugen. Die Stimmung war perfekt, die Wärme tat so gut. Gerade lachten wir über eine nette Geschichte, als eine Freundin meinte: “Hatte ich den ganzen Tag kalte Füße, glühen mir jetzt die Fußsohlen.” Lachend beugte ich mich zu ihren Stiefeln. Fingen sie doch tatsächlich an zu rauchen! Kleine Glutnester knisterten in den Gummisohlen, die in der Hitze schmolzen. (ilk)