Was Menschen so zu Tieren sagen

    Zurück vom Einkauf finde ich Günther Grass, unseren Mähroboter, wieder hoffnungslos festgefahren in der Blumenrabatte. Der Lehmboden ist heute zu rutschig und immer dieser Regen, murmle ich ihm beruhigend ins Gehäuse und trage ihn wie ein geliebtes Haustier in seine Ladebox zurück. Gleich nebenan rappelt es gemütlich durch die Hecke. Waltraut tritt schnaufend aus der Tür, schaut zum Himmel und grantelt, beide Arme in die Hüften gestützt zu niemandem besonderen drauf los: „Ist das dunkel heute!“

    Geschäftig hakt sie ihre Tüten und Beutel unter, wankt die Treppe hinab, dreht sich um und ruft: So, Snooopiliy, komm! Und dann verschwinden beide, sie und der kleine Hund in der Garage, Türen knallen und der blaue Fiat braust davon.

    Unentdeckt schaue ich dem Flitzer hinterher, als plötzlich Leo, der kleine Kater auf leisen Sohlen neben mir auftaucht, sich an mein Bein lehnt und verschlafen zu mir aufblickt. „Brauchst keine Angst haben, wir sagen nicht Leoly zu dir“, sage ich zu ihm. Dann drehen wir uns um und gehen ins Haus. „Zeit zum futtern, ne Leochen?“ (dz)