Rauchfreie Zone

    Als überzeugter Nichtraucher war mir frische Luft schon immer die liebste. Vor allem dann, wenn weder Zigarettenqualm noch Parfümwolken freies Durchatmen garantieren. Trotzdem störte es mich wenig, das Restaurant mit Rauchern zu teilen. Schon immer gehörten Kneipen und Raucher für mich zusammen. Und an anderen Orten vertraute ich ganz auf die Verhaltensregel der gegenseitigen Rücksichtnahme.

    Auch in den Betrieben schien es interne Regeln zu geben, an die sich die Mehrheit hielt. In der Gastronomie, während meines “ersten Berufslebens”, ging man für eine kurze Raucherpause auf den Hinterhof. In dem Bürogebäude, in dem wir heute arbeiten, gab es Raucherräume.

    Doch es sollte alles noch besser werden.

    Zum Schutz der Nichtraucher gibt es seit 2008 ein Gesetz, das das Rauchen in Bars, Kneipen und Restaurants sowie ausnahmslos in Diskotheken, Kinder‐ und Jugendeinrichtungen, Gesundheits- und Kultureinrichtungen, Heimen und in öffentlichen Verwaltungsgebäuden verbietet.

    Seitdem wechseln sich die suchtgeplagten Kollegen den ganzen Tag über draußen vor dem Eingang ab und lassen die Rauchwolken entlang der Hausfassade direkt in unser Büro aufsteigen. Gleichzeitig treffen sich einige Unternehmer in ihren Zimmern zu einer gemeinsamen Runde und wenn ihnen die Luft zu dick wird, öffnen sie die Türen. Bestand die Möglichkeit, wenigstens durch die Türen “Frischluft” in den Raum zu lassen, erreichen uns jetzt auf diesem Wege die Rauchschwaden der qualmenden Unternehmer der Etage.

    Mein Hals kratzt, auf der Zunge schmecke ich den Zigarettenqualm, ich bin sauer auf das Gesetz, dass uns Nichtraucher schützen sollte! (ilk)